Wie alles begann ...... 

Mit großen Schritten immer ein Stückchen näher.................
dem großen Traum  der einem als Kind so unerreichbar weit weg erschien.

 

 

Ich kam bereits mit dem Pferdevirus belastet und  damit überaus stark infiziert zur Welt  BabyD.jpg (6166 Byte) . Als Kleinkind schon faszinierten mich Pferde sehr und ich liebte es die großen , mächtigen Tiere zu beobachten und zu streicheln . Dann kam der Wunsch Reiten zu lernen wovon meine Eltern nicht begeistert waren und mich überall hinsteckten um mich von meinem großen Wunsch erst einmal abzubringen . Meine ersten abenteuerlichen und traumhafte Ritte begannen auf Opas  hölzernem Sattelbock im Keller wo es so herrlich  nach Leder duftete . Stundenlang habe ich dort im Sattel gesessen und manches Abenteuer erlebt . Opa erzählte mir dass er ein Stutfohlen kaufen wollte was ich allerdings für einen Witz hielt . Eines Tages jedoch  stand tatsächlich die kleine Trakehnerstute Gina im Stall und ich konnte das große Glück kaum fassen , war wie versteinert vor Aufregung und Freunde über das hübsche goldfarbene Fohlen mit den weißen Beinen . Es begann eine herrliche Zeit und eine große Freundschaft . Bald lernte ich in einem Reitverein endlich reiten und wusste auch bald wie weh es auch tun konnte auf dem Boden der Tatsachen zu landen . Es war noch ein langer Weg bis ich Gina alleine reiten durfte . Bis dahin war es eine tolle Zeit die wir mit  Putzen , Streicheln und gemeinsamen Wettrennen  verbrachten. Das werde ich nie vergessen , das stundenlange Sitzen auf den Koppelstangen , das glänzende Rotgoldenen Fell in der Sonne und Ihre Mähne die vom Wind zerzaust wurde .Wir erlebten viele schöne und heimliche Ausritte . Gina trug mich gefahrlos überallhin mit und ohne Sattel .   Jahre später wurde Gina ohne mein Wissen verkauft , nachdem sie noch zwei wundervolle Hengstfohlen geboren hatte , die auch verkauft worden sind. Ich werde meine Stute Gina , unsere tolle Freundschaft und wundervollen Ausritte  nie vergessen und die Erinnerungen in meinem Herzen immer wieder aufleben lassen . Vor zwei Wochen war ich mit meiner  jetzigen Stute an dem Platz angekommen  , wo ich mit Gina meinen letzten Ausritt hatte ohne mich von ihr verabschieden zu können.  . Es war ein unbeschreibliches Gefühl , das mich dazu brachte hier und heute diesen Bericht zu veröffentlichen . 

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Nach dem schmerzlichen Verlust meiner über alles geliebten Gina , hatte ich noch zahlreiche Pferde kennengerlernt, vieles dazugelernt und viele Stürze hinter mich gebracht . Da war z.B. das Rennpferd Aledrea das ich zum Ausgleich zur Bahn reiten durfte , mich aber in dem Rennstall nie so richtig wohlgefühlt hatte . Dann war da noch Prinz , ein kleiner Araberwallach der aus dem Zirkus kam und meinte er müsse mich erinnert an eine Clownnummer mal eben zu Boden werfen , Timo ein Vereinspferd der mich auf dem Abreiteplatz wegen einem Gerangel mit anderen Pferden abwarf und im Trabe dann  den heimischen Stall aufsuchte und wir danach trotzdem noch den 2. Platz belegten , der meinem Vater die Schuhsohle abgerissen hatte nachdem er ihm auf die Füße getreten war . Da war Schalk ein Schimmel vom Verein , auf dem ich meine aller erste Voltigierstunde hatte und die kleine Haflingerstute Fanny auf der ich meine erste Reitstunde hatte , wobei ein starkes Gewitter aufzog , alle Pferde in der Reithalle durchgingen und ich zum ersten Mal Sand schluckte . Reiterferien standen auch auf dem Programm , herrlich war das . Herr Hill lernte mich ohne Sattel bergauf reiten , wovor ich damals Angst hatte . Dann sind wir mit den Pferden in einem See geschwommen Kopf an Kopf mit den Pferden , traumhaft einfach ...... Ein Leben ohne Pferde konnte ich mir nicht mehr vorstellen . All die Pferde werde ich in Erinnerung behalten , eben nie vergessen ......... die erste Springstunde , usw... ich kann nicht alles aufzählen ... das wäre zu viel .

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Doch kam der große Hammer für mich . Ich bekam eine sehr starke Pferdeallergie mit Astma und allem was dazugehört , sodass ich diese große Leidenschaft an den Nagel hängen musste . Für mich unbegreiflich mit der Frage : " Warum gerade Ich ? " Ich habe die Welt nicht mehr verstanden und mich von allen reiterlichen Veranstaltungen ferngehalten , weil es einfach zu wehtat nur zusehen zu müssen .

Dann kam der große Tag an dem ich von den American Curly Horses erfahren und gelesen habe . Allerdings konnte ich das Gelesene zuerst einmal  nicht glauben , denn es wäre ja zu schön . Ich informierte mich schnell wo denn bei uns in der Nähe solch ein Pferd steht . Gefunden...... Raum Stuttgart .... Termin gemacht ..... mit gemischten Gefühlen losgefahren.... die Fahrt dahin nahm kein Ende...... Endlich angekommen , fast den Tränen nahe .... mein Traum könnte platzen ..... nahm ich mit der kleinen Stute die Western angeritten war erste Streichelkontakte , dann Putzkontakte auf ... Kein Niesen , ... nichts ..... war das zu glauben? Nun ritt ich ne Stunde wobei es zu Verständigungsproblemen kam , da ich bisher nur die englische Reitweise gekannt hatte und das Pferd unter mir wohl die Welt nicht mehr verstanden hat was die doch da oben wohl will ..... SORRY KLEINE STUTE ....... Dann absatteln , putzen , Nase ins Fell stecken .... keine Allergie ..... Ich war in dem Moment der glücklichste Mensch auf diesem Planeten und meine Familie freute sich mit mir . Wir trafen nun den Entschluss ein Curly Horse zu kaufen . Meine Tochter war auch happy ein eigenes Pferd zu bekommen . Meine Tochter heißt Anna und voltigiert . Mein Mann versprach mir einen Traum von Offenstall zu bauen um unser Pferd auch artgerecht halten zu können . Ich suchte im Internet nach Züchtern und hatte mein Traumpferd bald gefunden , natürlich eine goldfarbene Fuchsstute mit einem Blick der mich sofort fasziniert hatte . Nur auf Fotos gesehen , wusste ich das das da meine Stute ist , nach ca. 80 Emails unterschrieb ich den Kaufvertrag bei den Sunnybrook Ställen in Kanada und es entstand eine  tolle Freundschaft  . Nach der Quarantänezeit wurde unsere schon lang ersehnte Stute eingeflogen . Den Augenblick des ersten Treffens in der Tierstation am Flughafen werde ich nie vergessen .  Nach der tierärztlichen Abschlussuntersuchung und den Papierabfertigungen verluden wir Cjura dann in den Pferdeanhänger und fuhren langsam heim wo ein schöner Stall mit großen Paddock auf meine Stute wartete. Cjura wurde ausgeladen und sogleich legte sie sich erschöpft ins Streu und wälzte sich genüsslich um danach ihr neues Reich zu erkunden . Einen Monat später bekam ich eine Email von der Züchterin Deanna , worin sie ankündigte 6 Curlys nach Deutschland zu fliegen . Bei uns sollte eine Stute untergebracht werden bis sie verkauft ist . Wir sagten zu und bald landeten alle 6 Curlys in Luxemburg . Nun wurde uns Misty Whitney vorgestellt und verladen . Auch Deanna sahen wir das erstemal in Deutschland . Sie machte zwei Tage Urlaub bei uns bis sie wieder nach Kanada zurückflog . Als wir mit Whitney spätabends dann zum Stall kamen , war Cjura nicht gerade begeistert und wir mussten die Pferde über Nacht erst mal trennen . Cjura im Stall und Whitney im Paddock  . Flutlicht wurde aufgestellt damit sich die kleine einjährige Stute noch umsehen konnte , Wasser wurde angeschleppt und reichlich Heu aufgeschüttelt. Am nächsten Morgen als alle noch schliefen ging ich zum Paddock .  Whitney stand vor dem verschlossenen Stall und witterte Cjura , der es hinter der Tür nicht anders erging . Hinter mit tauchte dann Bernhard auf und wir entschlossen uns , die beiden Mädels nun zusammenzuführen . Nach einigen Runden Gezicke im Paddock  und Imponiergehabe war das Eis dann gebrochen und der morgen mit einer Fellpflege begonnen  und die Fronten waren geklärt .Cjura ist die Leitstute , die Ihre Position noch heute stark verteidigt .  Ich hatte die Stute schon im Internet zum Verkauf eingestellt , als mein Mann Bernhard mir mitteilte dass er das Fohlen behalten will und sein Motorrad verkaufen möchte. Nach der Frage ob er das ernst meinte sagte er ." Ja , ich will das kleine süße Pferdchen behalten ." Die beiden hatten sich schon vom ersten Augenblick angefreundet . Bedenken hatte ich genug da wir nicht wussten wie es finanziell ausgeht . Es war die richtige Entscheidung . Wir sind viel mit den beiden spazieren gegangen , habe einen Dominanzkurs nach Parelli besucht und vieles gelesen was an Bodenarbeit anstand . Den Moment des ersten Aufsitzens wollten wir mit keinem teilen . Es war spannend als ich mich das erstemal vorsichtig über den ungesattelten Rücken meiner Stute legte , und dann ganz langsam mein Bein nach oben zog , mich noch nicht aufgesetzt hatte  und abwartend auf Ihrem Hals liegen blieb . Von Cjura kam die Reaktion, dass sie den Kopf drehte und mir am Bein und an den Schuhen schnüffelte. Anna , meine Tochter hat Cjura am Strick festgehalten . Nun richtete ich mich auf und kraulte Cjura am Widerrist  . Nun war natürlich auch Anna an der Reihe , mutig lies sie sich aufs Pferd heben und war sehr glücklich . Mit Whitney begann es ebenso nur dass wir vorher Anna auf ihren Rücken gesetzt hatten , da Whitney noch etwas zierlich war und wir mit unserem Gewicht noch etwas warten wollten um sie nicht zu überfordern . Mein Mann hat sie das erstemal dann stolz ins Gelände geritten . Nun folgten viele spannende Momente bei den Ausritten .  Vor ein paar  Monaten erfuhren unsere Pferde die erste Grundausbildung im Westernreiten .... (von der englischen Reitweise habe ich mich getrennt ) bei End of the Trail  www.end-of-the-trail.de/  in dem tollen Stall von Andreas Hirsch und seiner Familie . Die Pferde bekamen hier die Grundvoraussetzungen beigebracht um gute Westernpferde zu werden  , viele Trainingseinheiten stehen allerdings noch an . Für uns und die Pferde . Aber gemeinsam schaffen wir das und hoffen auf ein Gutes Weiterkommen in diesem Jahr.   .Wir leben mit unseren Pferden zusammen , und ich wünsche mir  das alle Pferde auf dieser Welt auch mal Pferd sein dürfen ....... 

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                                      Sunnybrooks Misty Whitney                      SS   Miss Klondike Kitty